Unwetter hält Feuerwehren lange in Atem

Die Jahnstraße in Bergkamen glich in der Nacht einem großen See.
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  • Die Jahnstraße in Bergkamen glich in der Nacht einem großen See.
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Blitz, Donner und starker Regen zogen am Abend über den Kreis - zurück blieben große Schäden. In Lünen setzte ein Blitzschlag ein Haus in Brand, in Selm und Bergkamen standen Keller unter Wasser.

Das Unwetter rief in Lünen die Berufsfeuerwehr und alle freiwilligen Löschzüge auf den Plan. Ein Blitz schlug in ein Wohnhaus an der Dorfstraße ein und setzte das Dach in Brand. Der Dachstuhl brannte völlig aus, die Bewohner fanden eine Bleibe bei Angehörigen. "Zeitgleich gab es weitere Blitzeinschläge in der Marienkirche sowie im Bereich der Ernst-Becker-Straße, wobei hier jedoch keine Schäden festgestellt wurden", sagt Rainer Ashoff, der stellvertretende Wehrführer in Lünen. Weitere Einsätze waren überflutete Straßen und Keller, insgesamt kam die Feuerwehr Lünen fast dreißig Mal zur Hilfe. Selm verschonte das Unwetter zum großen Teil. Feuerwehr-Chef Thomas Isermann sprach am Morgen von insgesamt fünf Einsätzen, etwa der überfluteten Fahrbahn am Hermann-Löns-Weg. Auf Cappenberg liefen Wasser in der Straße "Am Balkenbach" in Keller und bescherte der Feuerwehr drei weitere Einsätze. In Bergkamen heulte die Sirene in der Nacht Stadtalarm. Die Löschgruppen der Stadt waren alle im Einsatz, außerdem die Werksfeuerwehr Bayer mit einer Spezialpumpe.

Kuhbach wurde zum Fluss

"In Bergkamen sind bis auf Heil alle Stadtteile von Wasser betroffen", berichtete Stadtbrandmeister Dietmar Luft am frühen Morgen. Der Kuhbach schwoll an zu einem kleinen Fluss von bis zu zehn Metern Breite. Der Starkregen flutete Keller und Straßen. Die Polizei sperrte die Jahnstraße und die Industriestraße wegen Überflutung. Am Panteweg stand das Wasser in einigen Häusern bis zu einer Höhe von einem Meter und verursachte in einem Fall sogar einen Kabelbrand. Die Feuerwehr Bergkamen pumpte bis in den Morgen, zum Beispiel auch in der Straße Auf den Sieben Stücken in Oberaden, der Kamer Heide in Overberge oder In der Dille in Rünthe. Die Retter sind noch immer im Einsatz. Unterstützung kam vom Technischen Hilfswerk und gleich aus mehreren Nachbarstädten. Die Feuerwehren aus Werne und Kamen eilten den Bergkamenern mit jeweils einem Löschzug zur Hilfe. Der Löschzug Horstmar war ebenfalls über sieben Stunden im Hilfseinsatz in Bergkamen, zusätzlich schickte die Feuerwehr Lünen einen Abrollbehälter mit sechshundert Sandsäcken und eine mobile Tankstelle. "Den Helfern sagen wir schon jetzt ein großes Dankeschön für ihren tollen Einsatz", so Dietmar Luft.

Mehr zum Thema:
>Regen setzt Straßen und Keller unter Wasser

Autor:

Daniel Magalski aus Lünen

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