Hans Lembeck ist mit 100 Jahren verstorben und findet in tiefer See seine letzte Ruhe
Ein Hamborner Herz schlägt nicht mehr

Viele Ausstellungen hat Hans Lembeck konzipiert, organisiert und gestaltet. Einge davon hat er persönlich eröffnet und mit hmorvollen und gleichermaßen „geschichtsträchtigen“ Worten begleitet.
Fotos: Terhorst
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  • Viele Ausstellungen hat Hans Lembeck konzipiert, organisiert und gestaltet. Einge davon hat er persönlich eröffnet und mit hmorvollen und gleichermaßen „geschichtsträchtigen“ Worten begleitet.
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Ende August des vergangenen Jahres feierte Hans Lembeck seinen 100. Geburtstag, und es ist nur wenige Wochen her, da trug sich das „Hamborner Geschichtsbuch auf zwei Beinen“ in das Goldene Buch „seines“ Hamborns ein. In den Abendstunden des 1. Februar ist der Hamborner aus und mit Leidenschaft friedlich eingeschlafen.

Jetzt gab es eine kleine Trauerfeier für den Verstorbenen. Ganz nach seinem Wunsch, keine große öffentliche Gedenkfeier durchzuführen, nahm daran nur der engste Familien- und Freundeskreis teil. Obwohl Hans Lembeck oft der Mittelpunkt war, wollte er aufgrund der ihm eigenen bescheidenen Art nie im Mittelpunkt stehen. Einem weiteren ausdrücklichen Wunsch von ihm folgend, erhält er eine Seebestattung. Auch das passt zu dem Hamborner Urgestein, diente er doch früher bei der Marine und hat zudem die Nordsee zu einem seiner beliebtesten Urlaubs- und Reiseziele gemacht.

Im Herzen Hamborns, einen Steinwurf vom Rathaus der damals selbständigen Stadt Hamborn entfernt, stand sein Elternhaus, in dem er viele Jahre lebte und arbeitete. Seine Eltern Änne und Johann hatten dort eine Buchhandlung. So war es naheliegend, dass er auch Buchhändler wurde. Und schon als kleiner Junge ging Hans Lembeck im „Hamborner Regierungspalast“, wie er das Rathaus einmal laut lachend bezeichnete, ein und aus und versorgte die städtischen Bediensteten mit Büchern und Zeitungen.

"Bücherwurm
und Leseratte"

Er selbst war auch fast sein ganzes Leben lang „Bücherwurm und Leseratte in Personalunion“, wie er sich selbst charakterisierte. Hans Lembeck hinterlässt ein riesiges Privatarchiv an Schriftstücken, Fotos, Briefen, etwa von August Thyssen persönlich, Dokumenten, Münzen und alten Geldscheinen bis hin zum Notgeld der Hamborner Zechen und der August-Thyssen-Hütte. Das alles soll in die Hände und nachhaltige Obhut des Heimatvereins Hamborn kommen, dessen Ehrenmitglied der jetzt Verstorbene bereits kurz nach dessen Gründung wurde.

So wird Lembecks Nachlass ein Kernstück, eigentlich eine „Schatzkammer“ des Hamborner Heimatmuseums, das in absehnarer Zeit Einzug in die ehemalige Oberbürgermeisterwohnung des Rathauses halten soll. Dann würde Sun weiterer Herzenswunsch des Herzens-Hamborners Hans Lembeck in Erfüllung gehen und zudem vielen Hamborner einiges über die bewegte und bewegende Geschichte der seinerzeit jüngsten Großstadt des Deutschen Reiches mitgeben.

Sein guter Rat
wird fehlen

Das „Mitgeben“ gehörte stets zu Lembecks Leben und Wirken. hat er doch unzählige Vorträge gehalten, vor Senioren, Schulklassen und auswärtigen Gästen. Er hat Ausstellungen konzipiert und auf den Weg gebracht, Ideen gegeben und umgesetzt. „Zwar kann ich nicht mehr an Veranstaltungen teilnehmen, aber bei der inhaltlichen Vorbereitung kann ich helfen“, sagte er noch beim Eintrag in das Goldene Buch. Sein Rat, seine Hilfe und die anregenden Gespräche mit ihm werden manchen Zeitgenossen fehlen. Ein Hamborner Herz hat aufgehört, zu schlagen.

Viele Ausstellungen hat Hans Lembeck konzipiert, organisiert und gestaltet. Einge davon hat er persönlich eröffnet und mit hmorvollen und gleichermaßen „geschichtsträchtigen“ Worten begleitet.
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Hans Lembeck war aufgrund seines Wissens und seiner vielen Anekdoten auch für Jörg Weißmann, den Vorsitzenden des Hamborner Heimatvereins, immer ein gefragter Gesprächspartner.
Autor:

Reiner Terhorst aus Duisburg

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