Die Gesamtschulen Emschertal und Leibniz wollen das entsprechende „Rüstzeug“ vermiteln
Sport ist mehr als Bewegung: Verantwortung lernen und leben

Schulleiter Christoph Hönig (oben links) konnte jetzt an der Gesamtschule Emschertal aktive und ehemalige Profis und Leistungssportler begrüßen, die auch die soziale Komponente des Sports im Visier hatten. Und an der Leibniz-Gesamtschule wurden gleich 18 neue Sporthelfer ausgebildet.
Foto: GET
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  • Schulleiter Christoph Hönig (oben links) konnte jetzt an der Gesamtschule Emschertal aktive und ehemalige Profis und Leistungssportler begrüßen, die auch die soziale Komponente des Sports im Visier hatten. Und an der Leibniz-Gesamtschule wurden gleich 18 neue Sporthelfer ausgebildet.
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„Nicht für die Schule, für das Leben lernt Ihr!“ Diesen Satz haben sich viele Schüler-Generationen anhören müssen, und das wird wohl auch künftig so sein. Und zahlreiche Schulen selbst haben sich diesen Satz zu eigen gemacht.

Auch die Gesamtschule Emschertal (GET) mit Standorten in Neumühl und Hamborn sowie die Hamborner Leibniz-Gesamtschule haben immer mehr Angebote auf dem Schirm, die weit über den eigentlichen Unterrichtsstoff hinausgehen. Politik. Geschichte, Sozialverhalten, Kultur, Einblicke in das Wirtschaftsleben und -gefüge, Wissenschaft oder das menschliche Miteinander sowie der Umgang mit fremden Kulturen oder Religionen haben einen hohen Stellenwert beim Lernen für das Leben bekommen.

Und der Sport spielt ebenfalls eine herausragende Rolle. An der Gesamtschule Emschertal steht neben dem schweißtreibenden Unterricht in regelmäßigen Anständen der Austausch mit aktiven oder ehemaligen Profis und Leistungssportlern auf der Tagesordnung. Gleich mehrere Sportgrößen gaben sich jetzt dort die Schulklinke in die Hand.

Profis zu Besuch

Sven Wies, Duisburgs aktueller Sportler des Jahres, hielt vor den Oberstufenschülerinnen und -schülern einen Vortrag über seine sportliche Karriere als Triathlet und den Zusammenhang mit seinen persönlichen Lebens- und Berufswegen. Sven Wies steht auch beruflich seinen Mann und trägt als Geschäftsstellenleiter der SG Ratingen 2011 Verantwortung für reibungslose Verwaltungs- und Organisationsabläufe und plant besondere Events.

Für die Schüler jedenfalls, so Schulleiter Christoph Hönig, „war es wichtig zu erfahren, wie stark intensives sportliches Engagement die Persönlichkeit bildet und wie positiv sich dies auf die übrigen Bereiche des Lebens auswirken kann.“ Im Mittelpunkt standen hierbei die Fragen: Was ist mein großes Ziel? Auf welchem Weg kann ich es erreichen? Welche vielen kleinen Etappen gehören dazu?

Zur gleichen Zeit besuchten mit Marcel Witeczek und Michael Klinkert zwei ehemalige Bundesligaprofis die Sechstklässler der GET und absolvierten mit ihnen einen Hallen-Fußballtraining in der schuleigenen Dreifach-Sporthalle. Hierbei ging es zwar auch darum, wie man als talentierter Kicker den Sprung in den Profisport schaffen kann, vor allem aber darum, dass gemeinsames Fußballspielen auch eine soziale Komponente habe und ganz einfach „Spaß in der Gemeinschaft“ mache.

Ein Höhepunkt war am Ende das digitale Messen, wie hart man aufs Tor schießen kann. Viele Schülerinnen und Schüler wollten natürlich die 71 Stundenkilometer schlagen, die Schulleiter Christoph Hönig vorgelegt hatte. Zur Belohnung gab es für jede Schülerin und jeden Schüler eine Urkunde über die eigene Torschussgeschwindigkeit von den beiden Ex-Profis. Die Besuche der Sportler an der GET waren kein Zufall, denn Sport wird hier großgeschrieben, auch und gerade, wenn es um die Angebote im Ganztag geht. So gehören sogar Reiten und Golfen zu den sportlichen Arbeitsgemeinschaften.

Theorie und Praxis

Auch an der Leibniz-Gesamtschule bedeutet Sport weit mehr als Bewegung und Training. „Seit 2016 bilden wir an unserer Schule Sporthelfer aus, die im Anschluss an die Ausbildung durch ihr ehrenamtliches Engagement das Sportangebot der Schule bereichern und unterstützen, aber auch fit für die Entwicklung und Gestaltung von Sportangeboten in Vereinen und Institutionen sind“, erläutert Schulleiter Karl Hußmann.

In 40 Unterrichtseinheiten erhalten die Schüler Einblick in grundlegende sporttheoretische Kenntnisse. Die Inhalte der Ausbildung umfassen sportmedizinische und sportbiologische Grundlagen, sportsoziologische und sportpädagogische Aspekte. Zusätzlich erfolgt ein Erste-Hilfe-Kurs, damit sie auch wissen, was zu tun ist, wenn dann doch mal etwas passiert. Natürlich kommt bei so viel Theorie aber auch die Sportpraxis nicht zu kurz, denn schließlich möchten Sporthelfer ja genau diesen Spaß und die Freude an Bewegung, Spiel und Sport ihren Mitschülern vermitteln.

In diesem noch jungen Jahr wurden 18 Schüler erfolgreich zu Sporthelfern durch den Sportlehrer Fatih Feyizoglu ausgebildet. Jetzt werden die „neuen“ Sporthelfer bei den 64 Spielen der Fußball-Pausen-Liga als Spielleiter eingesetzt sowie bei den Jahrgangsstufenturnieren. Die erfolgreiche Teilnahme wurde den Sporthelfern durch ein Zertifikat bescheinigt. Dieses erfüllt gleichzeitig auch die "Gruppenhelfer I – Ausbildung" des Landessportbundes und wird damit auch für eine spätere Gruppenhelfer-Tätigkeit oder Übungsleiterausbildung anerkannt.

Berufsfindungsmesse

Fatih Feyizoglu: „Die Sporthelferausbildung ist ein wichtiger Schritt in Richtung Eigenverantwortung und Hilfe für die persönliche und berufliche Entwicklung. Sie bereichert die individuelle Lebensplanung und bietet die Chance zum Einstieg in das Lizenzausbildungssystem des organisierten Sports.“

Auch sonst werden die nächsten Wochen an beiden Schulen spannend. An der GET steht eine „Berufsfindungsmesse an“, Berufsorientierungswochen an der Leibnitz-Gesamtschule stehen in den Startlöchern. Projekte gegen Rassismus und Antisemitismus sind dort auf den Weg gebracht und eine „bahnbrechende“ Kooperation mit der Deutschen Bahn ist ebenfalls in trockenen Tüchern.

Autor:

Reiner Terhorst aus Duisburg

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