Emmerich - Kleve - Goch - Niederrhein: Morgens trällern die Vögel wieder um den Weidezaunpfahl!

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Sie singen nicht nur zur Frühlingszeit, nein, auch im Winter ... wenn es friert.
Das ist mir in der vergangenen Woche als Frühaufsteher (bedauerlicher Weise, ja vielleicht liegt es am Alter) erstmals des öfteren aufgefallen, die ersten Vögel haben schon zu trällern begonnen.
Da habe ich mich mal schlau gemacht ,,Vögel merken, wenn der Frühling kommt''.  Zunächst spielt das Wetter eine große Rolle. Vögel bemerkten den Wetterumschwung sofort. Ein weiterer Faktor sei die Tageslänge. Es gebe eine Reihe von Singvögeln, die einen angeborenen Jahresrhythmus hätten. 
Jedoch fangen die meisten Vogelarten um diese Jahreszeit, bis auf einzelne Ausnahmen, noch nicht mit dem Brüten an. Die Vögel singen, weil sie stimmlich ihr Revier gegen Nahrungskonkurrenten abstecken.  
Die Vögel sind zunächst nur auf der Suche nach einem geeigneten Brutplatz. Das eigentliche Brutgeschäft beginnt erst, wenn das Wetter richtig stimmt. Dafür muss es wesentlich wärmer werden.
Dann kommen auch die ersten Zugvögel wieder. Zu den ersten Rückkehrern gehören die Feldlerchen, die bereits Mitte Februar wieder in Deutschland zu sehen und hören sind. Das ist jedoch witterungsabhängig, sodass es sich bis März hinziehen kann. Die meisten Zugvögel kommen dann Anfang März und April zurück. Dabei handelt es sich in der Regel um Kiebitze, Bachstelzen und Singdrosseln. Einige Arten haben ihre Gewohnheiten als Zugvögel allerdings völlig aufgegeben und bleiben als ,,Standvögel" auch im Winter hier. Das hängt mit der Klimaerwärmung zusammen, aber auch mit der zunehmenden Verstädterung: In den Städten ist es trotz Eis und Frost inzwischen so warm, dass es sich dort gut aushalten lässt und viele Vögel - unter anderem auch Stare und Amseln - es vorziehen, hier zu überwintern.
Die von den Meteorologen vorhergesagte erneute frostige Witterung bis zum Ende der Woche wird den Vögeln nichts anhaben. In dieser Jahreszeit seien Temperaturschwankungen durchaus normal, und die Vögel seien daran gewöhnt. Ihr Rhythmus werde dadurch nicht durcheinandergebracht. Während eines Kälteeinbruchs machen die Tiere einfach eine Pause und fahren mit der Reviersuche erst dann fort, wenn es wieder wärmer wird. Solange Frost und Schnee das Wetter bestimmen, können wir den Tieren helfen - mit Futterhäuschen und Meisenknödeln. Die Fütterung ist lange sinnvoll, bis der Schnee endgültig verschwunden sind. 

Autor:

Christian Tiemeßen aus Emmerich am Rhein

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