Nationalsozialismus

Beiträge zum Thema Nationalsozialismus

Kultur
Diana Finkele und Dr. Bernhard Schmidt suchen für die Ausstellung im Alten Landratsamt Gegenstände aus der Zeit des Nationalsozialismus im Altkreis Moers.

Gegenstände aus dem Nationalsozialismus für Ausstellung gesucht
Moerser Geschichte besser verstehen

Um ein sehr wichtiges Kapitel der Moerser Geschichte noch besser beleuchten zu können, bitten das Grafschafter Museum und der Verein „Neue Geschichte im Alten Landratsamt“ um Gegenstände aus der Zeit des Nationalsozialismus. „Wir rufen auf, Objekte, Dokumente und auch Fotos aus dem Altkreis Moers zur Verfügung zu stellen“, erläutert Museumsleiterin und Vereinsgeschäftsführerin Diana Finkele. Aus Stahlhelmen Siebe angefertigt Besondere Stücke könnten noch als Exponate in die...

  • Moers
  • 11.10.19
Politik

Spalte Eins
Warum erst so spät?

Die Klever Historikerin Helga Ullrich Scheyda wurde mit der wissenschaftlichen Aufarbeitung des Nationalsozialismus in Kranenburg beauftragt. Viele werden sich die Frage stellen, warum erst so spät mit der Aufarbeitung begonnen wird. Fakt ist: Sie ist erst heute mit dem ausreichenden Abstand gewünscht. Das ist immer noch besser, als sich überhaupt nicht mit der Nazi-Vergangenheit zu beschäftigen, wie es viele anderen Kommunen im Kreis Kleve bevorzugen. Diesen schrecklichen Teil unserer...

  • Kranenburg
  • 08.10.19
Politik
Von Links: Silvia Rölle, Doris Doetsch, Karl-Heinz Zonbergs und Inge Ketzer von der Vereinigung der Verfolgten des NS-Regimes VVN halten die 3. Auflage der Broschüre über die NS-Zeit in Mülheim an der Ruhr in den Händen.

Widerstand und Verfolgung in Mülheim in der NS- Zeit
Broschüre über die NS-Zeit in Mülheim wurde zum 3. Mal aufgelegt

Auch wenn die Zahl der noch lebenden Verfolgten des NS-Regimes immer überschaubarer wird, sind sich Silvia Rölle, Doris Doetsch, Karl-Heinz Zonbergs und Inge Ketzer von der Vereinigung der Verfolgten des NS-Regimes VVN einig, dass die Arbeit ihrer Organisation auch 74 Jahre nach dem Ende der NS-Diktatur noch lange nicht erledigt ist. Deshalb hat sich die Vereinigung, die in Mülheim 45 Mitglieder hat, seit den 1970er Jahren auch für Menschen geöffnet , die sich dem Kampf gegen den...

  • Mülheim an der Ruhr
  • 10.09.19
Politik
Im Beisein von Bürgermeister Ulrich Roland enthüllten die Heisenberg-Gymnasiasten die neue Info-Tafel am Mahnmal, das an die Zwangsarbeiter erinnert, die in der Zeit des Nationalsozialismus in Gladbeck arbeiten mussten.

Heisenberg-Schüler erinnern an ein dunkles Stück Gladbecker Stadtgeschichte
Neue Infotafel erinnert an Zwangsarbeiter

Die Zahlen sind erschreckend und traurig zugleich: Mehr als 14.200 Menschen waren in der Zeit des Nationalsozialismus in Gladbeck als Zwangsarbeiter namentlich bekannt. Hierfür gibt es Beweise. Schätzungen nach waren es aber über 20.000 Betroffene. An das Schicksal dieser Männer und Frauen erinnert schon seit vielen Jahren das von der Stadt Gladbeck nahe der Europabrücke im Rahmen des Projektes "Historische Orte in Gladbeck" aufgestellte Mahnmal. Dieses Mahnmal hat nun auf Initiative von...

  • Gladbeck
  • 06.09.19
Kultur
Die beiden Museumspädagoginnen Antje Thul und Mareike Fiedler präsentieren eine Variante der weltberühmten Supermanncomicfigur: ein Teddy aus New York. 1932 ist die Comicfigur "superman" von zwei jungen jüdischen Amerikanern, welche aus Osteuropa einwanderten, erfunden worden. Die zugehörigen Comichefte gibt es dort seit 1938.
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Was Pippi Langstrumpf mit Steinkohlebergbau gemeinsam hat
Jüdisches Museum präsentiert westfälische Alltagskultur dynamischer denn je

Nach 17 Jahren war abermals ein neues Konzept für die ständige Ausstellung überfällig. Ende 2018 zeigt sich das Regionalmuseum rund um die gegenwärtige jüdische Lebenswelt im neuen Format: farbenfroher, übersichtlicher, interaktiver, kinderfreundlicher – ein Mitmachmuseum zum Anfassen, Staunen und Dazulernen. Eine Vielzahl von Themeninseln führt kleine und große Besucher von nah und fern selbsterklärend in den jüdischen Alltag: Nahrung, Sprache, Spiele, Religion, Arbeit, Weltsicht,...

  • Dorsten
  • 03.08.19
Kultur
Stolpersteine auf der Bahnstraße, wo sich eines der Mülheimer "Judenhäuser" befand, in denen jüdische Mitbürger vor ihrer Deportation gezwungener Maßen leben mussten. Seit Mai 1939 war es jüdischen Mitbürgern verboten bei nicht-jüdischen Vermietern zu wohnen.

Geschichte
Stolpersteine geben NS-Opfern ein Gesicht

An Stolpersteinen nimmt man Anstoß. Doch in Mülheim und 1264 anderen Städten Europas liegen auch Stolpersteine, die ein Denkanstoß sind. Mit ihren Namen und Lebensdaten erinnern sie an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft, verlegt vor ihren letzten freiwilligen Wohnorten. Die Idee dazu hatte der Künstler Gunter Demnig, der die Stolpersteine des Gedenkens seit 1996 verlegt. Am 24. Mai werden in Mülheim weitere 20 Stolpersteine verlegt. Dann werden 168 Mülheimer, die zu Opfern...

  • Mülheim an der Ruhr
  • 16.05.19
Kultur
Cover Joseph Schmidt „Ein Lied in allen Dingen“
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Ein Lied in allen Dingen: Joseph Schmidt
Essener Autor schreibt bewegenden Roman

Nein, kein Hollywood-Studio hat diese Biographie erfunden für einen hochdramatischen Kassenschlager. Joseph Schmidts steiler Aufstieg zu einem Superstar Anfang der 30er Jahre und sein tragischer Tod mit gerade 38 Jahren auf der Flucht vor den Nazis sind wahre Geschichte. Mittlerweile ist die Erinnerung an diesen außergewöhnlichen Menschen und großen Künstler aber weitgehend verblasst. Joseph Schmidt – ein Superstar in 30er Jahren Jetzt widmet sich ein großer biographischer Roman dem...

  • Essen
  • 11.04.19
  •  1
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Vereine + Ehrenamt
Die Erinnerung hilft, die Zukunft zu gestalten. Mit diesem Grundgedanke laden Oberbürgermeister Erik O. Schulz (l.) und Stefan Marx, Geschäftsführer des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) Ruhr-Mark, sowie weitere Kooperationspartner nach dem vielversprechenden Auftakt im vergangenen Jahr junge Menschen auch 2019 wieder zu der Veranstaltung „Hagener GeDenken“ ein, um gemeinsam an die Opfer des Nationalsozialismus zu erinnern. Das „2. Hagener GeDenken“ findet am Donnerstag, 11. April, von 18 bis circa 20 Uhr im Kultopia statt. Der Besuch ist kostenlos.

Toleranz und Menschlichkeit
„Hagener GeDenken“ am 11. April: Dokumentation, Infos und Unterhaltung

Das „2. Hagener GeDenken“ findet am Donnerstag, 11. April, von 18 bis circa 20 Uhr im Kultopia statt. Der Besuch ist kostenlos. Ziel des „Hagener GeDenkens“ ist es, mit einer jährlich stattfindenden Veranstaltung die Erinnerungs- und Gedenkkultur für junge Menschen in Hagen aufrecht zu erhalten. „Wir wollen auch in unserer schönen Stadt eine Zukunft des Miteinanders und nicht des Gegeneinanders gestalten“, betont Oberbürgermeister Erik O. Schulz. „Und wir wollen nicht Hass, sondern...

  • Hagen
  • 05.04.19
Kultur
Die beiden allerersten Dortmunder Stolpersteine wurden in Husen verlegt. Sie erinnert an Erich und Kurt Meyer und liegen vor dem Haus Husener Str. 63.
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Erinnerung
Stolpersteine für Scharnhorst?

Karl Marrek wurde vor 89 Jahren in Scharnhorst geboren, in der Siedlung am Wambeler Holz ist er aufgewachsen. Er kann sich gut an die Vorfälle rund um die sogenannte „Reichskristallnacht“ erinnern. Bei den Novemberpogromen in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurden in ganz Deutschland etwa 400 Juden ermordet, weitere 400 kamen in den Folgetagen ums Leben. Über 1400 Synagogen, Betstuben und sonstige Versammlungsräume sowie tausende Geschäfte, Wohnungen und jüdische Friedhöfe...

  • Dortmund-Nord
  • 20.01.19
Vereine + Ehrenamt
Das erste Thema, das Dr. Daniel Schmidt (r.) vom Institut für Stadtgeschichte dem Staatssekretär Klaus Kaiser erläuterte, war die Aufarbeitung der Geschichte der Zwangsarbeiter in Gelsenkirchen. Kulturdezernentin Annette Berg (2. v.r.) und Birgit Klein, ebenfalls Mitarbeiterin im Institut, folgten den Ausführungen.  Foto: Landgraf
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Staatssekretär Klaus Kaiser besuchte Dokumentationsstätte in Gelsenkirchen
Wichtiger Ort für Gespräche

Arbeitsbesuch in Gelsenkirchen: Staatssekretär Klaus Kaiser vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen verschafft sich einen Eindruck von den Ausstellungen in der Dokumentationsstätte "Gelsenkirchen im Nationalsozialismus". Der Besuch steht in einer Reihe von vielen anderen in Nordrhein-Westfalen, denn der Sekretär, so teilte Dr. Daniel Schmidt vom Institut für Stadtgeschichte mit, habe sich vorgenommen, alle Einrichtungen dieser Art in NRW kennen zu lernen....

  • Gelsenkirchen
  • 23.11.18
Politik
Die CDU Werden hatte Martina Strehlen (2.v.r.) eingeladen: Ratsfrau Martina Schürmann sowie die Bezirksvertreter Herbert Schermuly (l.) und Hanslothar Kranz.
Foto: Gohl
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Ergreifender Vortrag über das jüdische Leben in Werden beim CDU-Stammtisch
„Ich bin Jude, spuckt mich an“

Anlässlich des unseligen Jahrestages der Novemberpogrome 1938 wurde der jüdischen Familien in Werden gedacht. Grausige Details kamen ans Licht. Auch erinnerte Historikerin Martina Strehlen an schreckliche Schicksale. Im Rahmen des CDU-Stammtisches in den Domstuben hatte Hanslothar Kranz eingeladen. Martina Strehlen von der Alten Synagoge Essen widmete sich Erinnerungsorten jüdischen Lebens in Werden, von der Gründung der jüdischen Gemeinde 1808 durch Juspa Herz bis hin zum schrecklichen...

  • Essen-Werden
  • 13.11.18
  •  1
Politik
Dieser Kartenausschnitt zeigt einige der über 1400 in der Reichskristallnacht zerstörten Synagogen. Wesel ist durch das Foto des Synagogen-Mahnmals hervorgehoben.
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Wie ein Aderlass aus Menschen
80 Jahre Pogromnacht

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurde die blutigste Zeit der deutschen Geschichte offiziell eingeleitet. Dieser eingeschlagene Weg führte in die Viehwagons, in die Konzentrationslager, in die Vernichtungslager, auf die Todesmärsche oder in Mengeles Experimentierlabor. Der Weg daraus führte überwiegend aus den Schornsteinen der Krematorien. Was bleibt, ist nichts — ein Loch, in dem Menschen und Güte verschwanden. Es kommt einem vor, wie die Anwendung eines Aderlasses: ein...

  • Wesel
  • 09.11.18
  •  10
Kultur
Präsentierten im Rathaus (von links nach rechts) das Programm für die Gedenkveranstaltung am 9. November: Rainer Weichelt (1. Beigeordneter), Karel de Regt, Chaja Kaufmann (Tochter der Eheleute Ida und Max Kaufmann), Ulrich Roland (Bürgermeister), Harry Junghans (Geschäftsführer der AWO) und Katrin Bürger (Leiterin des Archivs der Stadt Gladbeck).
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Gedenkveranstaltung für Opfer von Krieg und Faschismus am 9. November in Gladbeck-Mitte
"Ida und Max Kaufmann-Haus" erhält offiziell seinen Namen

Gladbeck. Auch in diesem Jahr wird die Stadt Gladbeck mit einer besonderen Veranstaltung wieder an die Opfer von Krieg und Faschismus erinnern. Hierzu lädt Bürgermeister Ulrich Roland auch dieses Mal wieder alle Bürger am Freitag, 9. November, ab 15.30 Uhr ein. Doch während die Veranstaltung in der Vergangenheit seit 1988 stets an der Stele im Wittringer Wald abgehalten wurde, wird es dieses Mal einen Ortswechsel geben: Den Opfern soll dieses Mal auf dem Gelände des Hauses Horster Straße 54...

  • Gladbeck
  • 31.10.18
Politik
Susi Schmerler im Jahr 1938.
Foto: privat

Ein jüdisches Mädchen aus Bochum: Das Tagebuch der Susi Schmerler

Hubert Schneider beleuchtet Lebensweg eines jüdischen Mädchens von Bochum bis nach Israel Sie wollte, dass ihr Tagebuch und ihre Briefe nicht vernichtet werden, dass die Erinnerung an ihre Eltern und ihren kleinen Bruder niemals verloren geht: Susi Schmerler, als 15-Jährige am 28. Oktober 1938 bei der so genannten "Polenaktion" mit ihrer Familie aus Bochum nach Polen abgeschoben, gelang 1939 die Ausreise nach Palästina. Ihre Eltern und ihr siebenjähriger Bruder kamen in Polen um. Der...

  • Bochum
  • 29.10.18
  •  2
Kultur
  16 Bilder

Anne Frank Kultur Wochen 2018

Jugend-, Kinder- und FamilienTheater Gegen Rassismus und Gewalt,für Toleranz, Akzeptanz und eine starke Demokratie vom 29.10.2018 bis 22.11.2018 im Theater Traumbaum - Lothringer Str. 36 c 44805 Bochum Am 9. November vor genau achtzig Jahren wurde die Bochumer Synagoge angezündet, die Feuerwehr stand daneben, tatenlos. Jüdische Wohnungen und Läden wurden verwüstet, die Polizei stand daneben, schaute zu. Die meisten Mitbürger schauten zu, manche applaudierten sogar. Wer sich...

  • Bochum
  • 30.08.18
Kultur
Maßgeblich am Erscheinen der Dissertation beteiligt: Reinhard Hoffacker (NISPA Rhein- Lippe), Beigeordnete Christa Jahnke- Horstmann, Geschichtsforscher Jürgen Grafen und Gisela Marzin (Stadtarchiv und Autorin)

Stadtarchiv Dinslaken bringt Dissertation eines jüdischen Dinslakener Bürgers heraus

Weitere Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen VergangenheitRichard Salmon und die deutschen Sparkassen im Krieg Seit den 70ern betreibt der Dinslakener Jürgen Grafen ehrenamtlich Nachforschungen zur Geschichte Dinslakens. Im Rahmen seiner letzten Recherchen stieß er auf die Geschichte eines besonderen Dinslakener Bürgers und dessen Dissertation zur Situation der „Deutschen Sparkassen im Kriege“. Der Name des Verfassers war Richard Salmon. Er war Mitglied der jüdischen...

  • Dinslaken
  • 17.08.18
Sport
Wilhelm "Willy" Gustav Kaiser in seiner Sportleruniform: Bei den Olympischen Spielen 1936 errang der Gladbecker Boxer seinen größten Sieg. Auf solchen Zigarettenkarten wurde sein Bild in der Öffentlichkeit bekannt. Foto (Public Domain): University of Regina Archives & Special Collections (Theodore Allen Heinrich fonds)
  9 Bilder

Olympische Spiele 1936
Willy Kaiser aus Gladbeck: Boxen für die Nazis

Am 15. August jährt sich ein legendäres sportliches Ereignis: Der Gladbecker Wilhelm "Willy" Kaiser trat vor 82 Jahren zu seinem wichtigsten Kampf an. Bei den Olympischen Spielen 1936 besiegte der drahtige, aber zierliche Boxer seinen Gegner im Finalkampf und wurde mit der Goldmedaille im Fliegengewicht belohnt. Auf seinem strahlenden Sieg lag aber immer ein düsterer Schatten. von Oliver Borgwardt Nervös dürfte Willy Kaiser schon gewesen sein, als er zum Ring gerufen wurde. Alle Augen...

  • Gladbeck
  • 14.08.18
  •  1
  •  4
Überregionales
Stolperstein zu Oskar Nagengast an der Bruchstraße
  10 Bilder

NS-Zeit: Schüler stolpern über menschliche Schicksale

Am 14. April 2005 beschloss der Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Hattingen die Durchführung der Aktion „Stolpersteine" des Kölner Künstlers Gunter Demnig. Die Initiative, an Hattinger Opfer des Nationalsozialismus durch die Verlegung von „Stolpersteinen" zu erinnern, kam aus der Hattinger Bevölkerung. Neunzehn Hattinger Opfer des Nationalsozialismus bedeuten neunzehn erschütternde Schicksale. Ob Hausfrau, Bibelforscher, Klempner, 24-Jähriger, Künstlerin, Jude, Kaufmann, Homosexueller,...

  • Hattingen
  • 04.07.18
Überregionales
Die 23 Jugendlichen aus Gladbeck waren sich nach der Gedänkstättenfahrt einig, dass die Tage in Berlin für sie eine sehr beeindruckende Zeit waren. Foto: privat
  2 Bilder

Gedenkstättenfahrt: Gladbecker Jugendliche besuchen Berlin

Die jährliche Fahrt zu Gedenkstätten an Verbrechen des Nationalsozialismus hat in Gladbeck Tradition. Bei der jüngsten Fahrt im Mai nahmen 23 Jugendliche aus Gladbeck teil. Sie besuchten nicht nur Mahnmale und Museen, sondern sprachen auch mit Überlebenden des Holocaust. Unter der ehrenamtlichen Leitung von Georg Liebich-Eisele hatten sich die Jugendlichen bereits einige Tage zuvor auf die fünftägige Gedenkstättenfahrt vorbereitet. Dabei wurden ihnen die Biographien der beiden Zeitzeugen...

  • Gladbeck
  • 30.05.18
  •  2
Politik
Mit Drohungen versuchen Extremisten, andere Meinungen zu unterdrücken.
  2 Bilder

"Viele Grüße auch an die Frau Gemahlin": BürgerReporter erhält Drohbrief von selbsternannten "Patrioten"

Ein BürgerReporter aus dem Rheinland, der aus Rücksicht auf seine Familie lieber anonym bleiben möchte, ist vor wenigen Tagen Adressat eines Drohbriefes geworden. Er solle, so die Täter, "am besten ganz verschwinden", ansonsten müsse er mit Konsequenzen rechnen. Der Wortlaut des Drohbriefes legt den Schluss nahe, dass persönliche Differenzen mit dem BürgerReporter keine Rolle spielen. Das Ziel, das die Täter mit dem Schreiben verfolgen, ist eindeutig ein politisches. Auch lassen sie keinen...

  • 14.05.18
  •  74
  •  15
Kultur
Werner Schmitz mit seinem Hund Smarty.
  3 Bilder

„Ein ganz normaler Parteigänger des NS-Regimes“: Der Journalist Werner Schmitz begibt sich auf die Spur seines Volksschullehrers Karl Tromm

„Ich bin viel in meiner Jagdhütte an der Mosel“, erzählt der Wattenscheider Journalist Werner Schmitz, „und bin immer wieder irritiert über Werke zur Heimatgeschichte, in denen es heißt, die Juden seien in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts weggezogen. Die Frage, wer die Juden vertrieben hat, wird gar nicht erst aufgegriffen. Deshalb möchte ich vor meiner eigenen Haustür kehren und habe die Geschichte meines Eppendorfer Volksschullehrers Karl Tromm recherchiert.“ „Als Journalist und...

  • Bochum
  • 06.05.18
  •  1
Politik

Geschichts-Korrekturstifte

Von einer überraschenden Erkenntnis wird man manchmal derart nachdenklich gestimmt, dass sich Recherchen, ganz von selbst, zum Manifest steigern. Das M in Manifest steht ja für Meinung. Darum gilt: lesen auf eigene Gefahr. (Eigentlich wie immer im Leben.) Meine Mutter erzählte mir vor einiger Zeit, dass sie als Kind von ihrer reformhäuslich orientierten Mutter »Molat« bekam. Was hier klingt, wie ein seltenes Mineral ("John! Wir sind auf eine Molat-Ader gestoßen! Johnny, wir werden reich, wir...

  • Wesel
  • 27.03.18
  •  10
  •  5
Kultur
Beim Schlussapplaus
  7 Bilder

Mitten ins Herz gespielt: Crischa Ohler und Sjef van der Linden vom Theater mini-art in Ännes letzter Reise

Es soll ja immer noch Leute geben, die bislang noch keine Aufführung im Theater mini-art auf dem LVR-Gelände in Hau besucht haben. Was soll ich sagen - bis gestern Abend gehörte ich auch dazu! Und wie ich ebenfalls im Gespräch mit den beiden Schauspielern erfahren konnte, werden die Schulvorstellungen, die die beiden extra anbieten, nicht etwa von den Schulen im Kreis Kleve gut angenommen. Nein, es kommen interessierte Schüler und Lehrer zum Beispiel aus Düsseldorf. Aber... ich zäume das Pferd...

  • Bedburg-Hau
  • 04.03.18
  •  6
  •  15
Überregionales
Ein Blick zurück ins Jahr 1928: Die Kanzlei Dr. Rosenberg in Essen mit allen Mitarbeiter/innen. Foto/Quelle: Sammlung Şahin Aydın
  4 Bilder

Şahin Aydın erforscht Schicksale mutiger Ruhrstädter: Zu ihnen gehört auch der Essener Dr. Nathan Rosenberg

Das Forschervirus hat ihn gepackt. Kein Tag, an dem der 49-Jährige nicht unterwegs ist in Sachen Heimatforschung. An dem er nicht in Archiven nach Quellen sucht, per E-Mail Kontakte zu Zeitzeugen knüpft oder im Austausch mit Historikern nach neuen Erkenntnissen forscht. Die wechselvolle Zeit der Weimarer Republik und der NS-Terror, das ist es, was ihn besonders interessiert. Und die Schicksale jener Menschen, die nicht in den Geschichtsbüchern zu finden sind. Jetzt hat sich der 49-jährige...

  • Essen-Borbeck
  • 27.02.18
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