Konfirmationsmarathon im Halbstunden-Takt in Obermarxloh war eine große Herausforderung
Sehr persönliches „Du sollst ein Segen sein“

Es war schon eine logistische Kraftanstrengung, den Konfirmations-Marathon unter Berücksichtigung aller Schutz- und Vorsichtsmaßnahmen auf den Weg zu bringen. Nach den 15 Konfirmationen im Halbstundentakt war man nach dem Wochenende „platt“.
Fotos: Bonhoeffer Gemeinde
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  • Es war schon eine logistische Kraftanstrengung, den Konfirmations-Marathon unter Berücksichtigung aller Schutz- und Vorsichtsmaßnahmen auf den Weg zu bringen. Nach den 15 Konfirmationen im Halbstundentakt war man nach dem Wochenende „platt“.
    Fotos: Bonhoeffer Gemeinde
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Corona hat eine Menge durcheinander gewirbelt. Veranstaltungen wurden gestrichen, neu konzipiert und wieder gestrichen. Konzerte waren betroffen, Feste oder auch Gottesdienste In einigen evangelischen Kirchengemeinden sind sogar die Konfirmanden-Jahrgänge 2020 noch nicht konfirmiert. Immer und immer wieder wurden die geplanten Termine aufgrund der Pandemie verschoben.

 Das galt und gilt auch für die Bonhoeffer Gemeinde Marxloh-Obermarxloh. Da ist man aber jetzt einen ordentlichen Schritt weiter gekommen. Schmunzelnd fällt das Wort „Konfirmations-Marathon“. Und der hatte schon im Vorfeld viel Organisationsgeschick, zahlreiche Gespräche und das Hoffen auf trockenes Wetter erfordert.

„Nach der letzten Konfirmation am Sonntag waren wir alle platt“ sagt Pfarrerin Brügge. Sie und ihr Team aus der Gemeinde hatten am letzten Wochenende 15 Jugendliche im Halbstundentakt nacheinander an der Lutherkirche konfirmiert. Mit dabei sein durften je sieben Freunde und Angehörige. Alle anderen können sich die Videoaufzeichnungen bald auf der Gemeindehomepage ansehen: www.bonhoeffer-gemeinde.org.

Die Gemeinde hatte für das Konfirmationswochenende einen genauen Hygieneschutzplan ausgearbeitet. So saßen bei jeder Konfirmation die Angehörigen mit entsprechendem Abstand zueinander auf Stühlen im Innenhof der Kirche; die Konfis bekamen einen Ehrenplatz am improvisierten Altar, der am Eingang zum Familienzentrum aufgebaut war und über dem Schilder das Bibelthema der Konfirmationen zeigten: „Du sollst ein Segen sein“.

Feierliche Handlung
mit Abstand

Hinter dem Tisch standen Pfarrerin Brügge und ein Team aus der Gemeinde und führten durch die feierliche Handlung. Die Handauflegung bei der Einsegnung erfolgte wegen der Pandemie aber durch ein Familienmitglied. Und auch die Urkunde und das Geschenk wurden den Konfis in einer Tüte auf Abstand und mit Handschuhen überreicht.

In jeder Tüte lag auch ein Speicherstick mit Videodateien: Denn um noch einmal etwas Gemeinsames zu haben, hatten die Mädchen und Jungen in den letzten Monaten die Aufgabe, einen kurzen Videoclip zu erstellen, in dem sie Erinnerungen an die Konfi-Zeit und ihre Zukunftswünsche ansprechen sollten und nun über den Stick teilen können. Nach jeder Konfirmation gab es eine Desinfektionspause für Stühle und Gerät. Dann ging es mit der nächsten weiter. Auf den Ort des Geschehens konnte dank vorheriger Absprache mit den Familien eine Kamera gerichtet werden, so dass auch diese Videos bald auf der Gemeindehomepage zu sehen sind.

Ursprünglich sollte die Konfirmation des Jahrgangs bereits im Mai 2020 stattfinden, wurde dann verschoben und sollte am eigentlich letzten Samstag und Sonntag in der Kirche gefeiert werden. Da die Pandemiebedingungen dies auch jetzt nicht im gewohnten Maßstab zuließen, entschieden sich die Eltern der Konfis in einer gemeinsamen Zoom-Konferenz für diese Verfahrensweise. Weitere sieben Familien hatten sich für eine Konfirmation am 31. Oktober entschieden, unter den dann geltenden Bedingungen.

Ein ordentlicher
Schritt nach vorne

Das Leitungsgremium der Gemeinde befürwortete die Vorschläge, so dass die Konfirmationen des letzten Jahrgangs nicht schon wieder verschoben werden mussten. Für Pfarrerin Birgit Brügge war es zudem der letzte Konfirmationsjahrgang, den sie betreut hat, denn in absehbarer Zeit geht sie in Rente. „Mir war das schon wichtig, dass wir jetzt wieder einen ordentlichen Schritt weiter sind“, sagt sie erleichtert im Gespräch mit dem Hamborner Anzeiger. Und die Konfis und ihre Familien sehen das ebenso.

Im September ist dann der Jahrgang 2021 an der Reihe. Zum ursprünglich vorgesehenen Termin war das ebenfalls nicht möglich. Pfarrer Hans-Peter Lauer, der diesen Jahrgang betreut, hofft, dass dann in der Kreuzeskirche Marxloh unter „entspannteren Corona-Bedingungen“ vieles reibungsloser vonstatten gehen kann.

In der Nachbargemeinde Neumühl ist die Konfirmation des Jahrgangs 2020 nach mehrmaligem Verschieben für den September vorgesehen. Der diesjährige Jahrgang ist Ende August an der Reihe. Vermutlich wird auch es auch in der Neumühler Gnadenkirche einen Konfirmations-Marathon geben.

Autor:

Reiner Terhorst aus Duisburg

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