Der Heimatverein Hamborn feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen und sprüht trotz Corona vor Tatendrang
Aus der Geschichte für die Zukunft lernen

Die beliebten Führungen durch den Stadtbezirk sind wegen Corona natürlich auf Eis gelegt, sehr zum Bedauern der an Hamborns Geschichte interessierten Menschen. Sobald solche Veranstaltungen wieder möglich sind, legt der Heimatverein unverzüglich wieder los.
Fotos: Heimatverein Hamborn
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  • Die beliebten Führungen durch den Stadtbezirk sind wegen Corona natürlich auf Eis gelegt, sehr zum Bedauern der an Hamborns Geschichte interessierten Menschen. Sobald solche Veranstaltungen wieder möglich sind, legt der Heimatverein unverzüglich wieder los.
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„Nur wer aus der Geschichte lernt, kann die Gegenwart verstehen und die Zukunft meistern.“ Diesen Satz hat Jörg Weißmann möglicherweise im Kopf gehabt, als er sich entschloss, mit viel Engagement, unzähligen Gesprächen und langen Vorbereitungen den Heimatverein Hamborn ins Leben zu rufen. Das ist Ende November dieses Jahre schon zehn Jahre her.

Das Jubiläumsjahr wird aufgrund der Corona-Pandemie allerdings nicht unbedingt ein Jahr zum Jubeln und Feiern. Dennoch haben die Verantwortlichen mit und um Weißmann allen Grund, stolz zu sein. Seine Mühen, seine Hartnäckigkeit, sein stetes Trommeln und Rühren hatten sich gelohnt. Mittlerweile ist der Heimatverein aus dem Vereinsleben Hamborns und dem gesellschaftlichen Miteinander nicht mehr wegzudenken. Der frühere Bezirksbürgermeister Uwe Heider hat zu Weißmann einmal treffend gesagt: „Wenn Sie nicht den Heimatverein auf den Weg gebracht hätten, er müsste erfunden werden.“

Eine Vielzahl von Veranstaltungen, Führungen mit historischem Hintergrund, Filmen, Vorträgen und Broschüren hat der Heimatverein initiiert. Die Jahresempfänge, Ehrungen, Ausstellungen und Ausflüge sind kaum noch zu zählen. Bei einigen Vereins-Highlights hatte Weißmann übrigens Marie Wegener als musikalischen Gast an seiner Seite, die Jahre später DSDS-Siegerin wurde. Schon viel früher hatte Weißmann verkündet: „Aus dem Mädchen wird mal was.“ Anscheinend hatte er das richtige „Näschen“.

Dem Ziel ein Stück
nähergekommen

Ein gutes Gespür hatte er auch, als er sich vehement dafür einsetzte, in der ehemaligen Oberbürgermeisterwohnung des Hamborner Rathauses ein Heimatmuseum einzurichten. Das Ziel ist zwar noch nicht erreicht, man kommt ihm aber immer näher. Seit einigen Jahren hat der Hamborner Heimatverein dort zumindest eine Geschäfts- und Anlaufstelle.

Ein wichtiger Schritt zum Heimatmuseum ist sicher die hohe Wertschätzung, die der Heimatverein genießt. Das wurde gegen Ende des Corona-Jahres 2020 besonders deutlich. Der Heimatverein Hamborn wurde einer der Preisträger des Heimat-Preises 2020. Vorgeschlagen hatte ihn Duisburgs Bürgermeister Volker Mosblech, selbst ein Hamborner Urgestein.

Der Heimat-Preis ist eine Initiative der Landesregierung Nordrhein-Westfalen, um in den Kommunen herausragendes Engagement von Menschen für die Gestaltung der Heimat vor Ort in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Nach der Jurysitzung mit Mitgliedern des Kulturausschusses sah Kulturdezernentin Neese in der getroffenen Auswahl der Preisträger eine große Wertschätzung des Engagements: „Die Auszeichnungen würdigen die hier jeweils geleistete großartige Arbeit und sollen außerdem Ansporn für andere Initiativen und deren Aktivitäten sein.“

Ehrung mit dem
Heimat-Preis

Der Heimatverein Hamborn, offiziell am 30. November 2011 im Kulturzentrum des Ratskellers Hamborn gegründet, habe, so hieß es in der Laudatio, sein Vorhaben und den eigenen Anspruch, die lokale Heimatgeschichte zu bewahren, zu erklären, zu zeigen und sie für die Zukunft bewahren, mit Bravour gemeistert. Der Heimatverein erhielt die Auszeichnung für sein Projekt über das jüdische Leben im Duisburger Norden, „einst und jetzt“.

Verbunden mit der Auszeichnung war auch ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro. Vereinsvorsitzender Jörg Weißmann sieht in der Auszeichnung insgesamt eine Würdigung der Arbeit des Vereins mit seinen fast 500 Mitgliedern. Und dann, wie nicht anders zu erwarten, betont er: „Das werden wir für für unsere gute Stube, das künftige Heimatmuseum im Hamborner Rathaus, verwenden.“

Nicht unerwähnt bleiben soll, dass ein weiterer Verein aus dem Stadtbezirk Hamborn zu den Preisträgern gehörte. Der SV Rhenania Hamborn wurde für sein Projekt „Hausaufgabenhilfe“ ausgezeichnet, welches Kindern und Jugendlichen aus finanziell oder sozial benachteiligten Familien eine Förderung durch eine Hausaufgabenhilfe ermöglicht, die von angehenden Lehrern geleitet wird. Durch den Bau einer Begegnungsstätte soll die Kapazität dieses Projektes verdoppelt werden.

Neue Vorschläge
jetzt einreichen

Ende dieses Jahres wird der Heimat-Preis 2021 unter dem Motto „Duisburg – Heimat hat viele Wurzeln“ verliehen. Ab sofort können Vorschläge für die Ehrung mit schriftlicher Begründung bei den Kulturbetrieben der Stadt Duisburg, Neckarstraße 1, 47051 Duisburg, eingereicht werden. Einsendeschluss ist der 31. August 2021. Vielleicht kommen ja wieder Hamborner Vereine auf das „Sieger-Treppchen“.

Die beliebten Führungen durch den Stadtbezirk sind wegen Corona natürlich auf Eis gelegt, sehr zum Bedauern der an Hamborns Geschichte interessierten Menschen. Sobald solche Veranstaltungen wieder möglich sind, legt der Heimatverein unverzüglich wieder los.
Fotos: Heimatverein Hamborn
Bürgermeister Volker Mosblech hatte den Heimatverein Hamborn für den Heimat-Preis 2020 vorgeschlagen. „Es hat geklappt“, freute sich Vorsitzender Jörg Weißmann.
Autor:

Reiner Terhorst aus Duisburg

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