Auch in Corona-Zeiten hat die Ausbildung bei thyssenkrupp Steel einen hohen Stellenwert
193 „Neue“ starten im Hamborner Bildungszentrum

Gemeinsam, aber mit Abstand: In der Stahlsparte von thyssenkrupp haben am 1. September, 300 junge Menschen ihre Ausbildung angefangen, 193 davon in Duisburg, hier im Bild vor dem Bildungszentrum in Hamborn. Am stärksten vertreten sind die Industriemechaniker.
Fotos: ThyssenKrupp Steel
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In Sachen Aus- und Weiterbildung geht es bei ThyssenKrupp Steel Europe auf höchstem Niveau zu. Bereits bei einem früheren Besuch des Hamborner Anzeigers im Bildungszentrum an der Franz-Lenze-Straße hatte Volker Grigo, Gesamtleiter Ausbildung, nicht ohne Stolz auf die vielfältigen Möglichkeiten für ein erfolgreiches Berufsleben hingewiesen.

Und gerade jetzt ist das wieder deutlich geworden. 300 junge Menschen haben eine Ausbildung an den Standorten der thyssenkrupp Steel Europe AG angefangen, 193 davon hier vor Ort. „Gerade in diesem Jahr freuen wir uns ganz besonders auf unsere neuen Kolleginnen und Kollegen und wünschen ihnen einen guten Start bei uns“, sagt Grigo.

Er ergänzt: „Auch in Corona-Zeiten bieten wir jungen Leuten an unseren Standorten konstant eine Ausbildung in unserem Hause an. Denn wir sind davon überzeugt, dass unsere Nachwuchs-Steeler mit einem unserer 22 Ausbildungsberufe auf jeden Fall bestens gerüstet sind für ihre berufliche Zukunft.“ Auch in diesem Jahr bilden die Industriemechaniker die größte Ausbildungsgruppe, gefolgt von den Elektronikern für Betriebstechnik und den Verfahrenstechnologen mit der Fachrichtung Stahlumformung.

Das Studium war
zu theoretisch

Oguzhan Öncü hat gerade hier seine Ausbildung als Verfahrenstechnologe, Fachrichtung Metallurgie, begonnen und fühlt sich bereits nach wenigen Tagen angekommen. „Nach dem Abitur habe ich angefangen, Maschinenbau, Richtung Metallurgie zu studieren“, berichtet der 25-jährige. „Der Inhalt hat mich sehr interessiert, als Studium war es mir aber zu theoretisch. Ich freue mich sehr, hier diese Ausbildung machen zu können. Die Ausbilder und meine neuen Kollegen sind echt nett.“

Der Zusammenhalt und die Stimmung im Team sind auch für Yusuf Akdogan wichtig. Der Auszubildende zum Elektroniker für Maschinen- und Antriebstechnik wird auch „Stammgast“ im Hamborner Bildungszentrum sein. Während seiner ersten Ausbildung nach dem Abitur hat er gemerkt, dass er sich eigentlich für Elektronik interessiert. Heute ist der 21-jährige froh, dass der Wechsel in die Ausbildung bei ThyssenKrupp Steel so gut geklappt hat. „Wir sind ein kleines Team von drei Leuten und ich freue mich darauf, die neuen Kollegen besser kennenzulernen“, sagt Akdogan. Sein Ausbilder hat ihm schon sehr viel gezeigt, sowohl im Bildungsbereich als auch auf dem Werkgelände. Der „Neue“ wörtlich: „Wenn wir in sechs Monaten in die Betriebe gehen, wissen wir schon ein bisschen, wie das abläuft.“

Die beiden Duisburger schauen auf ihre ersten Tage im Ausbildungsteam zufrieden zurück. „So habe ich mir das vorgestellt“, so Öncü. „Wir haben direkt eine Sicherheitsunterweisung erhalten. Wenn man neu ist, muss man schließlich wissen, worauf man achten muss.“ Akdogan freut sich besonders darüber, dass sich die Ausbildung zeitlich mit seinem neuen Hobby vereinbaren lässt. Vor einem Jahr har er angefangen, Tennis zu spielen und wird so langsam immer besser. „Ich freue mich darüber, dass es mit der Ausbildung nun losgeht und ich trotzdem weiterhin Zeit für meinen Sport habe.“

Abschluss in
besonderen Zeiten

Für die einen hat die Ausbildung gerade begonnen, für andere ist sie beendet. Die Auszubildenden der Abschlussprüfung im Sommer haben ihre Ausbildung in den vergangenen Monaten unter außergewöhnlichen Umständen erfolgreich beendet. „Ausbildung im Home Schooling hat es bei uns so in dem Ausmaß auch noch nicht gegeben,“ zieht „Chef-Ausbilder“ Grigo Bilanz. Von jetzt auf gleich sei durch den Corona-Lock-down im März die Ausbildung auf „Heimarbeit“ umgestellt worden, wobei thyssenkrupp Steel durch die Digitalisierungsinitiativen in der Erstausbildung bereits relativ gut vorbereitet war.

Sowohl die Auszubildenden als auch die Ausbilder haben die Herausforderung angenommen und sich auf die neue Situation eingelassen. „Die Ausbildung des letzten halben Jahres hat von uns allen höchste Disziplin und besonderes Engagement erfordert. Der Zusammenhalt in den Ausbildungsteams hat mich sehr beeindruckt. Aber ganz ehrlich: die eigentlichen „Corona-Jahrgänge“ kommen jetzt erst noch, die Herausforderungen für uns als Ausbildungsbetrieb, für die allgemeinbildenden Schulen und für die Berufsschulen werden uns noch mindestens für die nächsten zwei bis drei Jahre begleiten.“ Von den 174 Abschlusskandidaten haben 150 ihre Ausbildung erfolgreich beendet, 56 von ihnen mit gutem oder sehr gutem Ergebnis.

Gemeinsam, aber mit Abstand: In der Stahlsparte von thyssenkrupp haben am 1. September, 300 junge Menschen ihre Ausbildung angefangen, 193 davon in Duisburg, hier im Bild vor dem Bildungszentrum in Hamborn. Am stärksten vertreten sind die Industriemechaniker.
Fotos: ThyssenKrupp Steel
Zwei neue Kollegen: Oguzhan Öncü und Yusuf Akdogan sind zwei der 300 Auszubildenden, die jetzt in einem der 22 Ausbildungsberufe bei thyssenkrupp Steel starten.
Autor:

Reiner Terhorst aus Duisburg

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