Scheiden tut weh oder mein ganz persönlicher Rückblick
Liebes Klever Wochenblatt!

Liebes Klever Wochenblatt, 

gefühlt begleitest du mich schon mein ganzes Leben. Vor einiger Zeit habe ich im Haus meiner Mutter zu meiner großen Freude eine Veröffentlichung eines der Gedichte meines Vaters wiedergefunden. Aus den Achtzigern. Schon damals mit dem Redakteur Klaus Schürmanns, der im letzten Jahr in den Ruhestand getreten ist. Wer hätte zu der Zeit gedacht, dass auch ich einmal so gerne schreibe und du in meinem Leben eine so große Rolle spielen wirst... 

Zeitensprung in das Jahr 2011

In diesem Jahr war ich bereits voll mit dem Schreibvirus infiziert und sehr aktiv bei Opinio, dem Schreibforum der Rheinischen Post. Zufällig dann über Facebook auf den Lokalkompass aufmerksam geworden, meldete ich mich auch hier als BürgerReporter an und traf direkt einige bekannte Gesichter wieder. Der LK mit Anbindung ans Klever Wochenblatt gefiel mir von Anfang an sehr gut! Schreiben über Aktuelles aus der Region, Fotoberichte über Veranstaltungen erstellen und auch die ein oder andere Kurzgeschichte fand ihren Platz.

Und wieder war es die Gemeinschaft der Hobbyschreiber, also der Gleichgesinnten, die einem Neuling das Gefühl des Ankommens vermittelten. Sich beschnuppern und austauschen über Kommentare unter den Beiträgen oder per PN. Später dann die legendären Treffen, sei es beim Chinesen in Oberhausen mit Besichtigung des Gasometers, zum Frühstück nach Duisburg oder Halloween in Marienbaum. Nicht zu vergessen unser "Klever Treffen" auf Haus Horst. 

Das Mitmachen auf solch einer Plattform wie dem Lokalkompass kommt meist ganz automatisch. Erst stöbert man überall herum, liest viel, merkt, was gut ankommt - und schließlich wagt man sich selbst daran. Learning by doing halt und es macht einfach soviel Spaß! Mein erster Artikel, der es ins Klever Wochenblatt geschafft hat - ich erinnere mich genau - handelte 2011 von der Frage, warum es in Kleve keine Tatort-Kneipe gibt. Ja, warum denn eigentlich immer noch nicht? ;-)

Doppelte Freude 

Besonders klasse ist es, wenn man sogar 2 Hobbys miteinander vereinen kann. So ging es mir mit meiner Begeisterung für Herzenswunsch Niederrhein, dem Verein, der sich damals noch zumeist für die Wunscherfüllung totkranker Menschen und deren Angehörigen eingesetzt hat. Und später in die Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche mündete. Sei es der Bericht über das fröhliche Sommerfest oder ein Beitrag über ein neues Video zu den Songs der Herzenswunsch-CD - oftmals fand er seinen Weg in den Druck. Dafür an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön ans Wochenblatt und natürlich auch den Xantener! Die dadurch den Verein, seine Ziele, die begeisterten Mitglieder und positiv verrückteten Aktionen bekannt machten. 

Das Besondere am gedruckten Wort 

Der Lokalkompass lebte damals noch mehr von seinen Aktionen, Fotowettbewerben - es gab mal einen sehr schönen LK-Kalender - oder eine Kurzgeschichten-Ausschreibung - passt jetzt gerade wieder besonders gut, daraus entstand das Buch "Herzrasen" zur Fußball-WM. In dem Zusammenhang lernte ich dann endlich auch die Klever Redaktion persönlich kennen! Das war ein richtiges Highlight im BürgerReporter-Leben, ich war vorher schon ziemlich gespannt und aufgeregt! Habe dann natürlich direkt einen Bericht über meinen Besuch verfasst. Liebe Grüße an Klaus und Christian an dieser Stelle :-)

Eine eigene Geschichte gedruckt, sei es im Buch Herzrasen oder in der Printausgabe der Zeitung, das wird für mich, egal wie sehr ich die Welt des Internets schätze, immer etwas ganz besonderes bleiben. Das Rascheln beim Umblättern der Seiten, der ganz spezielle Geruch des Druckobjekts, das "etwas in der Hand halten" - unbezahlbar. Aber vielleicht werde ich auch nur alt? Seiten ausschneiden und aufbewahren, z.B. auch Ausflugs- und Veranstaltungstipps, gehört für mich einfach dazu. So mancher mag gedacht haben - "nur" ein Anzeigenblatt, aber oh Wunder, fast jeder liest es, wird durch die Inhalte in irgendeiner Form erreicht! 

Mittwochs und Samstags, früher war es noch der Sonntag, stieg die Spannung vorm Erscheinen des Wochenblatts. Hatte es ein Beitrag in den Print geschafft? Einiges war echt eine Überraschung, da war die Freude umso größer. Und manchmal vergaß man es auch einfach nachzuschauen, aber liebe Freunde, Nachbarn oder Kollegen machten einen darauf aufmerksam. Und zu Hause hat so mancher Jubelschrei die Hütte zum Beben (und den Ehemann zum Schmunzeln) gebracht ;-) Ja, ich komme grad mal wieder von Höcksken auf Stöcksken... und könnte noch ganz lange weitermachen.

Liebes Klever Wochenblatt, 
liebes Gocher Wochenblatt, 
lieber Xantener, 

ich möchte Danke sagen. Für fast 10 tolle und interessante Jahre mit Euch! Ihr werdet mir sehr fehlen. Und gerade auch die Menschen, die ich dort immer gern und interessiert gelesen habe. Die liebe Birgit, von der wir uns leider in diesem Jahr für immer verabschieden mussten, Günter, Jan, Wim, Mac, Sascha... um nur einige BürgerReporter zu nennen. Tim, Petra, Kerstin, Franz, DiBo... und alle anderen aus den Redaktionen. Ich wünsche Euch alles Gute und drücke ganz fest die Daumen für die hauptamtlichen Mitarbeiter, dass ihr einen guten Job findet ab Juli 2021. Klar, ich werde weiter beim LK bleiben, aber der 30.06.21 ist ein einschneidender und trauriger Tag.

Autor:

Christiane Bienemann aus Kleve

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