Ehemaliges Kaufhausgebäude wird zum Haus der Gesundheit und Sicherheit
Ein Meilenstein für Hamborn

Das ehemalige Kaufhausgebäude an der Duisburger Straße wird jetzt mit neuem Leben gefüllt. Als künftiges Haus der Gesundheit und Sicherheit wird es zu einem attraktiven Anziehungspunkt für viele Menschen werden und seinen „Dornröschen-Schlaf“ beenden.
Foto: Jens Hauer
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  • Das ehemalige Kaufhausgebäude an der Duisburger Straße wird jetzt mit neuem Leben gefüllt. Als künftiges Haus der Gesundheit und Sicherheit wird es zu einem attraktiven Anziehungspunkt für viele Menschen werden und seinen „Dornröschen-Schlaf“ beenden.
    Foto: Jens Hauer
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Ein Gebäude mit langer Geschichte und großer Tradition sieht einer neuen, vielversprechenden Zukunft entgegen. Das ehemalige Kaufhaus an der Duisburger Straße 226, im Herzen Hamborns gelegen, wird in absehbarer Zeit als Haus der Gesundheit, Fitness und Sicherheit mit neuen, zeitgemäßen Angeboten ein Anziehungspunkt für viele Menschen sein.

Zugleich soll und wird das Haus den Standort Hamborn nachhaltig stärken. Die Greyfield Group, die das Haus 2016 erworben hatte, macht noch in diesem Jahr Nägel mit Köpfen. Der Essener Projektentwickler, der auch für die lange ersehnte Wiederbebung des alten Hamborner Stadtbads verantwortlich ist, will mit dem Umbau und der neuen umfassenden Nutzung „positive Effekte für Menschen, Umfeld und Umwelt“ erzielen.

Die Fassade steht
unter Denkmalschutz

Das seinerzeit als Kaufhaus konzipierte fünfstöckige Gebäude wurde Ende der 1920er Jahre von dem Kölner Architekten Georg Falck für das Warenhaus-Unternehmen Leonard Tietz AG als Stahlbeton-Skelett-Konstruktion errichtet. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde die Immobilie in der 1950er Jahren wieder aufgebaut und vom Kaufhof übernommen. Seit 1985 steht die Fassade der Immobilie unter Denkmalschutz.

Nach der Übernahme durch die Greyfield Group wurden die Obergeschosse zwei bis vier in der Immobilie bis 2019 zum modernen Fitnessstudio umgebaut. Zusätzlich wurde ein Parkhaus errichtet, um die Parkplatzsituation zu verbessern. Nach dem Auszug des Elektromarktes Medimax im vergangenen Jahr wird nun auch die Umstrukturierung der ehemaligen Einzelhandelsflächen im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss zu Schulungs- und Büroflächen umgesetzt, die zum Teil durch einen Bildungsträger in den Bereichen Sicherheit, Pflege, Soziales und Sprache sowie von der AOK und einer Sicherheitsfirma angemietet werden.

Als einer der „Ankernutzer“ im neuen „Bildungs- und Gesundheitsflaggschiff“ in unmittelbarer Nähe des Hamborner Rathauses wird das Schulungscenter Rhein-Ruhr des Allgemeinen Aus- und Weiterbildungs-Institut Deutschlands (AAWID) dort zusätzliche Räumlichkeiten nutzen. Als die Schulungsräume im „Stammsitz“ an der Holtener Straße in Neumühl förmlich aus allen Nähten platzten, zog die staatlich anerkannte Pflegeschule zusätzlich in die vierte und fünfte Etage des Traditions-Hauses in Alt-Hamborn.

Sämtliche Räume mit
moderner Seminartechnik

AAWID-Geschäftsführer Martin Schulz berichtet im Gespräch mit unserer Redaktion über die Zukunftspläne und führt uns durch das Haus. Die bereits jetzt genutzten Seminarräume in der vierten und fünften Etage wurden und werden derzeit renoviert und mit modernster Seminartechnik ausgestattet. Das „Lernen mit Perspektive“ müsse ja auch Spaß machen und motivieren, denn, so Schulz, „Aus- und Weiterbildung sind das A und O zum Weiterkommen im Berufsleben, und das gilt auch und gerade in den stark gefragten Pflegeberufen.“

Gerade jetzt zu Corona-Zeiten seien besagte Perspektiven wichtig. Und die biete man weiterhin, sogar noch im verstärkten Maße. So sucht AAWID als größte unabhängige Pflegeschule in Duisburg, deren Aus- und Weiterbildungen nach den höchsten Standards zertifiziert sind, derzeit Auszubildende für die neu geschaffene Pflegefachassistenz. Die startet im Juni dieses Jahres. Hier ist die Nachfrage bereits groß, öffnet der erfolgreiche Abschluss doch Tür und Tor für eine sichere berufliche Zukunft.

Es wird intensiv geschult, gearbeitet und vorbereitet. Zum Teil geschieht das Corona-bedingt in den modernen, großzügigen Räumlichkeiten, teils im E-Learning. Durch ständige Gespräche und Kontakte mit Firmen, Jobcenter, Arbeitsagentur sowie sozialen und pflegerischen Einrichtungen in der Region wissen Schulz und sein hoch qualifiziertes Team an Seminarleitern und Dozenten, worauf es in der Praxis ankommt. Das beweist die hohe Abschluss- und Erfolgsquote bei den Teilnehmern. Zudem habe das „Social Coaching“ einen hohen Stellenwert, um jungen Menschen aus verschiedenen Herkunftsländern und Bevölkerungsschichten nachhaltig verantwortungsvolles, menschliches Handeln mit auf den Weg zu geben.

Neuer Ausbildungsgang
im September geplant

Jetzt haben Martin Schulz und sein Team die erste und die zweite Etage des künftigen Gesundheits- und Sicherheitshauses an der Duisburger Straße im Blick. Derzeit wird kräftig umgebaut. Bis Anfang des nächsten Jahres ist der Einzug geplant. Dann ist auch die Ergänzung durch den Sicherheitsbereich vollzogen, denn die größte Sicherheitsfachschule in Duisburg und Umgebung sowie ein namhafter Pflegedienst kommen noch hinzu.

Schulz betont nicht ohne Stolz in unserem Gespräch, dass AAWID bereits über 2.000 Teilnehmer ausgebildet sowie umfangreiche Fort- und Weiterbildungen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber durchgeführt hat. Ab September ist zudem noch ein Ausbildungsgang zum „Kaufmann im Gesundheitswesen“ geplant. Die Hamborner, und nicht nur die, werden mit Freude und Genugtuung zur Kenntnis nehmen, dass das historische Kaufhausgebäude mit neuem Leben erfüllt wird.

Autor:

Reiner Terhorst aus Duisburg

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